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Logistik Lieferkette gesichert

Lebensmittel Praxis | 19. März 2020
Logistik: Lieferkette gesichert
Bildquelle: Daimler AG

Der Kampf gegen leere Regale wird zum Stresstest für die Logistikbranche. Dabei ist genug Ware da.

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Angesichts leer gefegter Regale wächst bei vielen Verbrauchern die Angst vor Warenengpässen in Deutschland: Doch Handel, Logistikunternehmen und Paketzusteller geben Entwarnung. Die Lager seien noch gut gefüllt, die Lieferketten in Deutschland angespannt, aber stabil. „Wir haben keine Fälle, in denen die Logistik einen Aussetzer hat, um Industrie, Handel und Bevölkerung zu versorgen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Spedition und Logistik (DSLV), Frank Huster, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Die größte Herausforderung sei es derzeit, die Ware schnell genug in die Läden zu bekommen, um dem derzeitigen Kundenansturm gerecht zu werden, betonte der Handelsverband Deutschland (HDE). Es sei genug Ware da. Die Werkschließungen in der Industrie und die Ladenschließungen im Handel erleichterten diese Aufgabe sogar, hieß es beim DSLV. Denn durch den Wegfall dieser Lieferungen würden Lastwagen für Versorgungsfahrten frei.

Die Lieferketten in Europa werden aktuell einem enormen Stresstest unterzogen. Denn die wegen des Coronavirus eingeführten Grenzkontrollen führen teilweise zu langen Staus und großen Verzögerungen beim innereuropäischen Gütertransport. Vor allem an der Grenze zu Polen und auch in Richtung Tschechien gebe es lange Wartezeiten, betonte der deutsche Logistikverband. Angespannt sei die Lage zudem an Grenzübergängen zwischen Elsass und Deutschland.

Zwischen Belgien, der Niederlande und Deutschland hingegen laufe es erstaunlich reibungslos. Noch keinen messbaren Einfluss hat die Coronavirus-Pandemie nach Angaben des Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) auf den Gütertransport per Binnenschiff. Einschränkungen im grenzüberschreitenden Verkehr seien hier zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch kein Thema. Zunehmende Probleme bereiten der Branche jedoch die strengen Einreise- und Quarantänebestimmungen der europäischen Nachbarländer, wie etwa in Tschechien, Ungarn, Polen oder der Slowakei. Auf zahlreichen Binnenschiffen sei internationales nautisches Personal unterwegs, betonte der BDB. Schiffsbesatzungen, die während ihrer Freischicht in ihr Heimatland reisten, liefen Gefahr, keine Ausreisegenehmigung mehr zu erhalten oder bei der Einreise in eine 14-tägige Quarantäne zu geraten. „Wir werden in den kommenden Tagen massive Probleme bekommen, die Schiffe in Fahrt zu halten, weil uns schlicht das Personal für den Schiffsbetrieb fehlt“, warnte BDB-Präsident Martin Staats.

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