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Obst & Gemüse Verkaufsverbot bei Spuren von Chlorpyrifos

Lebensmittel Praxis | 18. Februar 2020

Nach dem Verbot des Pflanzenschutzmittels Chlorpyrifos in der Europäischen Union sollen demnächst auch keine Früchte mit Rückständen der Chemikalie mehr verkauft werden dürfen. Dafür sprach sich eine Mehrheit der EU-Staaten am Dienstag aus - auch Deutschland, berichtet die Deutsche Presse-Agentur.

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Nach einem Übergangszeitraum von drei Monaten dürfe demnach keine Ware mit nachweisbaren Spuren des Mittels angeboten werden. Das gelte auch für alle importierten Lebensmittel.

Chlorpyrifos wurde jahrzehntelang gegen Schädlinge in der Landwirtschaft eingesetzt, steht jedoch im Verdacht, Erbgut und Nerven bei Kindern zu schädigen. Anfang Januar hatten die EU-Staaten beschlossen, die Zulassung des Mittels nicht zu verlängern. In Deutschland ist der Insektenkiller zwar seit Jahren nicht mehr auf dem Markt, Spuren seien aber immer wieder auf importierten Orangen, Mandarinen und Grapefruits nachgewiesen worden.