Edeka Erntet Shitstorm für Muttertags-Spot

Der Muttertags-Online-Werbespot „Danke, Mama“ von Edeka hat eine Vielzahl von kritischen Äußerungen und Boykott-Ankündigungen im Internet zur Folge. „Mit unserem Online Film ‚Wir sagen Danke‘ wollten wir Väter keinesfalls schlecht darstellen, sondern etwas überspitzt und auf humorvolle Art und Weise allen Müttern anlässlich des Muttertags Danke sagen“, erklärt dazu die Hamburger Edeka-Zentrale.

Mittwoch, 08. Mai 2019 - Handel
Lebensmittel Praxis
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Nach einem Tag wurde der Spot auf YouTube mehr als eine halbe Million Mal aufgerufen und mehr als 3.300 Mal (Stand: 7.5. mittags) kommentiert, häufig negativ. Er bekam bis zu diesem Zeitpunkt mehr als 12.000 Dislikes (Daumen runter) und gut 1.200 Likes (Daumen hoch). Bei Facebook ist die Resonanz deutlich ausgewogener. Rund 1,3 Millionen Aufrufe (Stand: 8.5. mittags) gab es; wenn man sich die Likes und Emojis anschaut, gibt es rund 6.800 positive Reaktionen und nur rund 1.400 negative. Auch mit Blick auf die Kommentarspalten unter zahlreichen Medienbeiträgen auf Facebook sei die Resonanz zu großen Teilen wohlwollend, heißt es bei der Edeka-Zentrale.

Der in schwarz-weiß gehaltene Werbespot zeigt Väter in Alltagssituationen mit ihren Kindern: Die Väter hören nicht zu, werfen zum Beispiel einem Kind einen Ball ins Gesicht, so dass es weinen muss und können keinen Mixer bedienen. Eine Kinderstimme aus dem Off lobt die Vorzüge eines Elternteils. Erst in den letzten Sekunden des Spots kommt die Mutter ins Bild, mit der Zeile: „Danke Mama, dass Du nicht Papa bist.“

In den Kommentaren der YouTube-Zuschauer wird der Spot als väterfeindlich und sexistisch kritisiert. Zahlreiche der Kommentatoren kündigten an, künftig nicht mehr bei Edeka einkaufen zu wollen.