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Vivaness Unter Preisdruck

Bettina Röttig | 09. März 2018
Vivaness: Unter Preisdruck

Bildquelle: NürnbergMesse

Der verschärfte Preiswettbewerb bremst das Wachstum des Naturkosmetik-marktes. Die Branche setzt weiter auf Innovationen und Premium-Konzepte.

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Hautpflege , die vor Umwelteinflüssen schützt, feste Zimt-Zahnpasta am Stiel und Intimpeelings. Die Naturkosmetikbranche bewies im Rahmen der Fachmesse Vivaness erneut ihre Innovationsfreude.

Seit Jahren gilt das grüne Segment als Wachstumstreiber im Markt für Körperpflege und Kosmetik. Auch im vergangenen Jahr griffen die Bundesbürger noch einmal stärker nach Natur- und naturnaher Kosmetik. Um knapp 8 Prozent stieg der Absatz nach Analysen des Beratungsunternehmens Naturkosmetik Konzepte - über alle Produktgruppen hinweg. Der von den Handelsketten ausgelöste Preiswettbewerb habe allerdings das Umsatzwachstum deutlich – auf 3 Prozent – gebremst, so Elfriede Dambacher, Geschäftsführerin des Beratungsunternehmens. Mit einem Umsatz von rund 1,2 Milliarden Euro blieb Deutschland europaweit dennoch der bedeutendste Markt für Naturkosmetik. Vor allem die Drogerieketten haben hierzulande ihren Marktanteil weiter ausbauen können und sind nach Angaben von Dambacher nun mit 42 Prozent die wichtigste Einkaufsstätte für Naturkosmetik. Die traditionellen Vertriebswege – Naturkostläden und Reformhäuser – deckten nur noch 22,3 Prozent des Marktes ab.

Feinstaubschutz für die Haut
Mit Premiumkonzepten wollen die großen Markenhersteller weiter beim Verbraucher punkten. Nicht nur besondere Wirkstoffe, sondern auch das exklusive Image besonderer Pflanzen stehen im Fokus der Kommunikation, zeigte die diesjährige Fachmesse Vivaness. So setzt die Marke Primavera in der Gesichtspflege auf das Öl der neuseeländischen Manuka-Pflanze, das entzündungshemmend wirken soll. Weleda stellte drei neue Sonnenschutzprodukte sowie eine After Sun Lotion mit Edelweiß als Leitpflanze vor. Die im Edelweißextrakt enthaltenen Edelweißsäure und Flavonoide tragen laut Hersteller dazu bei, dass diese freie Radikale binden und somit antioxidativ wirken. Die Haut wird dadurch vor sonnenbedingten Hautveränderungen geschützt. In den Sonnenschutzprodukten (LSF 30 und 50) werden 100 Prozent mineralische non-nano UV-Filter eingesetzt.


Lavera Naturkosmetik hat sich dem Thema Umweltverschmutzung angenommen. Bereits im vergangenen Jahr führte die Marke ein Hydro Effect Serum mit Anti-Pollution-Komplex ein. Ab März steht eine gesamte Produktrange zur Verfügung, erweitert um Reinigungsbalsam, Tagescreme und Detox Maske. Die Gesichtspflegeprodukte mit Bio-Algen-Extrakt wirken feuchtigkeitsspendend, entzündungshemmend und sollen die Hautzellen vor negativen Umwelteinflüssen zum Beispiel durch Feinstaub und Abgase schützen. Sie sind für jeden Hauttyp geeignet.

Dem Trend zur Do-it-yourself-Kosmetik wird das Startup Hello Simple gerecht. Je zwei Sets zum Anrühren von Deocreme und Körperbutter stellte das Unternehmen dem Handel vor. Diese enthalten exakt portionierte Bio-Zutaten, Rezeptkarten, Tiegel und Etiketten.

Der Trend zu grüner Kosmetik ist ungebrochen. Laut GfK-Marktforschung greifen die wachsenden Gruppen spät gebärender Mütter, Singles um die 40 und Berufstätige zwischen 55 und 65 Jahren verstärkt zu.

LPV GmbH

Am Hammergraben 14
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Web: www.lebensmittelpraxis.de

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