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Hygiene beim Arbeiten So machen Sie es richtig!

Christina Steinhausen | 06. Mai 2020
Hygiene beim Arbeiten: So machen Sie es richtig!
Bildquelle: Mirco Moskopp

Die Helden im Lebensmittel-Einzelhandel müssen derzeit vieles aushalten und manches neu organisieren – zusätzlich zur normalen Arbeit. Die Hygiene der Kittel, Schürzen und übrigen Arbeitskleidung ist ein Themenfeld, das in Corona-Zeiten eine lange nicht erlebte Aufmerksamkeit erfahren hat.

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Hygieneexperte CWS bietet einen neuen Service an: Unternehmen erhalten regelmäßig Hygienemasken, die von den Mitarbeitern getragenen werden. Danach werden sie wieder abgeholt, gewaschen, hygienisch in Netzen mit Barcode versehen und erneut ausgeliefert. Dies sei praktisch, nachhaltig und diene dem Schutz von Mitarbeitern und Kunden. Die Masken werden von einer CWS-eigenen Produktionsgesellschaft aus Stoffresten gefertigt. Dabei handele es sich um Gewebe für Reinraumkleidung. „Der Bedarf ist groß. (…) Wir geben Unternehmen Hygiene-Sicherheit“, erklärt Morten Haure-Petersen, Chief Divisional Officer Workwear bei CWS. Zusätzlich zum Argument Sicherheit zieht bei den Kunden, die den Service nutzen, das Argument Entlastung der Mitarbeiter. Und gut für die Umwelt sei der neue Service auch, schließlich seien Einwegmasken auch ein Müll-Problem.

Unternehmen, die einen textilen Dienstleister wie zum Beispiel CWS oder MEWA in Anspruch nehmen, müssen dringend dessen Vorgaben zum Umgang mit potenziell kontaminierter Wäsche beachten. Matthias Zoch, Leiter der Umwelt- und Verfahrenstechnik bei MEWA, versichert: „Unser Hygienemanagement gewährleistet die mikrobiologische Unbedenklichkeit der bei uns gewaschenen und ausgelieferten Textilien. Viren überstehen diese professionelle Industriewäsche nicht.“ Alle Waschprozesse für Berufskleidung verlaufen bei MEWA bei Temperaturen zwischen 60 und 75 Grad Celsius. Dies sowie die eingesetzten Desinfektionsmittel würden die Corona-Viren vollständig unschädlich machen.

Für Unternehmen, die ihre Arbeitskleidung selbst waschen oder dies ihren Mitarbeitern überlassen, hier die drei wichtigsten Tipps:

  1.  Jeder Mitarbeiter soll immer nur seine eigene Berufskleidung tragen (nichts tauschen oder ausleihen) und sie auch nur während der Arbeit tragen, nicht noch auf dem Heimweg. Privatkleidung und Berufsbekleidung strikt voneinander trennen, um Kontaminationen zu vermeiden.
  2.  Berufskleidung und Privatwäsche nie zusammen waschen, idealerweise auch nicht in der gleichen Waschmaschine. Dies ist eine wichtige Vorsichtsmaßnahme, auch wenn bisher keine Übertragung von SARS-CoV-2 auf Gegenstände bekannt ist.
  3. Die Berufskleidung sollte mit der höchstmöglichen Temperatur gewaschen werden, mindestens aber bei 60 Grad Celsius, besser bei 90 Grad Celsius – und mit einem Vollwaschmittel, so das Robert-Koch-Institut. Extrem wichtig ist auch das Trocknen der Wäsche – schließlich benötigen Viren Feuchtigkeit, um zu überleben. Ist das Waschen nur bei geringer Temperatur möglich, sollte die Berufsbekleidung separat in einer Tüte für mindestens eine Woche gelagert und anschließend wie gewohnt gewaschen werden.

Handschuhe: Aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus tragen aktuell viele Angestellte im Handel nicht atmungsaktive Einmalhandschuhe. Doch die machen die Haut auf Dauer krank. Weil viele sich im Moment scheuen, wegen Hautbeschwerden zum Arzt zu gehen, bietet die Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik (BGHW) eine telefonische Hautschutz-Hotline an (Montag bis Freitag, 8:00 bis 18:00 Uhr, Telefon: 0621/183–8030). Fachleute beantworten Fragen zum richtigen Schutz der Haut, zur Pflege und dem Erkennen von Hauterkrankungen. Das Angebot richtet sich insbesondere an Kassierer und Bedientheken-Personal. Hautmittel und Handschuhe werden bei Bedarf zum Ausprobieren zur Verfügung gestellt.

Desinfektion: ITEC bietet professionelle Handreinigungssysteme. Das Angebot reicht von manuellen Desinfektionsmittelspendern bis hin zu Handreinigungsbecken mit automatischen Seifen- und Desinfektionsmittelspendern sowie Warmluft-Trocknern inklusive Keimfilterung. Zudem gibt es sichere Zugangssysteme: Diese speziellen Handwasch- und Desinfektionssysteme, kombiniert mit motorischen Drehsperren, verhindern ein unkontrolliertes Betreten bestimmter Bereiche und sorgen so für erhöhte Hygienesicherheit.