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HIT 2013 Großes Innovationspotenzial in der Food-Branche

Dieter Druck | 11. Juli 2013
HIT 2013: Großes Innovationspotenzial in der Food-Branche

Produkt-Neuheiten sind die Triebfeder des Wachstums. Welche Innovationen Händler für erfolgversprechend halten, ermittelt die jährliche LP-Befragung HIT.

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Die Konsumlaune in Deutschland ist trotz akuter oder latenter Euro-Krise – je nach Sichtweise – erfreulich gut. Der Bundesbürger gönnt sich etwas. Damit in Zusammenhang steht einer der Haupttrends, der sich auch in der diesjährigen HIT-Befragung der Handelsentscheider widerspiegelt: eine verstärkte Qualitätsorientierung der Verbraucher bei Lebensmitteln. Die haben verschiedene Marktforschungs-Institutionen unabhängig voneinander in jüngster Zeit identifiziert. Damit verbunden ist die Stärkung des Markenstatus, auch wenn Handelsunternehmen in vielen Segmenten mit ihren Eigenmarken versuchen, möglichst alle Preisebenen komplett abzudecken. Aber der Markencharakter ist zumindest bislang in den meisten Fällen doch ein anderer, was das große Interesse der harten Discounter an Markenprodukten unterstreichen mag. Und dass die Marken unverändert Innovationstreiber sind, dem kann keiner widersprechen. Die Neuprodukte sind nach wie vor ein probates Mittel zur Kaufaktivierung. Das Signal „Neu“ wirkt am PoS und nicht nur der mit dem Rotstift gemalte Preis.

Top Ten 2013
  1. Rügenwalder Mühle Mu?hlen Frikadellen
  2. Haribo Die Schlümpfe
  3. Krombacher Brauerei Krombacher's Fassbrause
  4. Zentis Heimische Früchte
  5. Conditorei Coppenrath & Wiese Meistertorten
  6. funny-frisch Chipsfrisch Rot-Weiss Schranke
  7. Ritter Sport Kakao-Mousse
  8. Wagner Die Backfrische Margherita
  9. Kraft Bulls-Eye BBQ Sauce
  10. Leerdammer SB-Stu?cke

Die Studie zum Innovationssektor Lebensmittel und Ernährung, durchgeführt vom Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung (IVV) sowie Technische Universität München, Lehrstuhl für Ernährungsphysiologie, Wissenschaftszentrum Weihenstephan (WZW) im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, erkennt insbesondere in Deutschland ein enormes Innovationspotenzial in der Food-Branche. Es basiert u. a. auf der anstehenden Globalisierung sowie gesellschaftlichen Veränderungen. Verzehrgewohnheiten und Lebensstile werden sich weiter diversifizieren und schaffen neue Bedürfnisse und damit Aufhänger für die Entwicklung neuer Produkte. Snacken, To Go, Convenience, Internationalisierung etc. kann man hier nennen.



Die drei großen Gesellschaftstrends, die eine herausragende Rolle für die Entwicklung von Lebensmittel-Innovationen spielen, sind laut dieser Studie Convenience, Genuss/Premium und Gesundheit/Wellness/Fitness. Das sind die Orientierungspunkte.

„Innovation ist, wenn der Markt Hurra schreit.“
Prof. Dr. Hans-Willi Schroiff, Honorarprofessor RWTH Aachen

Zentraler Erfolgsfaktor bleibt die Kundenakzeptanz. Dafür wiederum ist ein für den Konsumenten klar erkennbarer und relevanter Produktnutzen entscheidend. Dann kann von der viel zitierten „echten Innovation“ die Rede sein. Oder wie Prof. Dr. Hans-Willi Schroiff, Honorarprofessor RWTH Aachen, davor Corporate Vice President Market Research Henkel, beim jüngsten Kamingespräch des internationalen Marktforschungsunternehmen Dialego formulierte: „Innovation ist, wenn der Markt Hurra schreit.“ Das setzt voraus, dass in der Folge der Produktentwicklung der sogenannte Consumer Benefit frühzeitig erkannt und umgesetzt wird. Wenn dies der Fall sei, bedingten Innovationen nicht zwangsläufig große Budgets, ergab die Diskussion in Aachen. „Wahre Innovationen benötigen darüber hinaus Zeit, einen breiten Diskurs unterschiedlichster Akteure, ein Bekenntnis des Unternehmens zu Produktentwicklung und auch zum Mut.“