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Kundenbindung mit Pop-up-Store Auf Stippvisite in der realen Welt

Lebensmittel Praxis | 17. September 2013

Gerade noch wurde Eröffnung gefeiert, schon ist der Laden wieder zu. Das ist das Prinzip von Pop-up-Stores, die längst ihr Nischendasein verlassen haben. Genutzt werden sie verstärkt von Online-Händlern.

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Ebay tut es, Zalando tut es und Urbanara tut es auch. Sie gehen für Zeiträume von einem Tag bis zu mehreren Wochen an den realen Point of Sale. Die Gründe dafür sind verschieden. Für den einen ist es „nur“ eine Marketing-Maßnahme. Andere wollen mit sogenannten Pop-up-Stores Vertrauen bei den Verbrauchern erreichen, die dem Online-Kauf noch immer skeptisch gegenüberstehen. Doch auch das ist noch zu eindimensional gedacht. Pop-up-Stores sind dafür geeignet, neuartige, ungewöhnliche Aktionen auf Kunden-Akzeptanz zu testen . Mit Pop-up-Stores können neue oder limitierte Produkte getestet werden. Pop-up-Stores bieten darüber hinaus den treuen Jüngern die Möglichkeit, ihre Lieblingsmarken live und real zu erleben.

Dabei sind die temporären Stores nicht nur etwas für Online-Händler. Auch große Markenhersteller nutzen dieses Format, Anfang des Jahres zum Beispiel die Firma Opel, um das neue Kleinwagenmodell Adam erstmals zu präsentieren. Warum Opel das getan hat, liegt auf der Hand, der Hersteller kommt mit der potenziellen Kundschaft ins Gespräch. Denn wer einen Pop-up-Store aufsucht, ist nicht auf Einkaufstour, er will sich ganz gezielt informieren, zumal sich Pop-up-Stores oft an außergewöhnlichen Standorten befinden.

Hinter Pop-up-Stores können also große Marken stehen, reine Online-Unternehmen, aber auch Start-ups, die ihre Geschäftsidee erst einmal auf Akzeptanz testen wollen. Darüber hinaus gibt es Pop-up-Stores, die im Wortsinne „aufpoppen“ und dann wieder verschwinden. Denn die Betreiber stecken in ganz anderen Jobs und wollen nur für einen überschaubaren Zeitraum ihre Interessen und Hobbys ausleben.

Dass die Anbieter die zeitlich begrenzten Aktionen für ihre Marketingaktivitäten nutzen, ist logisch und richtig. Anders als bei Geschäften, die Kunden jede Woche aufsuchen können, sind Kunden hier z. B. eher bereit, live und vor laufender Kamera Rede und Antwort zu stehen, warum sie gerade hier eingekauft haben. Denn ein Pop-up-Store ist nichts Alltägliches, Normales, hier können Kunden nur kurzfristig Anderen Empfehlungen geben. Und das ist wichtig, denn Menschen vertrauen Personen, die die gleichen Vorlieben für Produkte und Dienstleistungen haben, eher und mehr als allen anonymen Werbespots und Hochglanzbroschüren, weiß Kundenloyalitätsexpertin Anne M. Schüller.

Urbanara
Knapp vier Wochen konnten Kunden 2012 im temporären Urbanara-Shop in Berlin einkaufen. Auf rund 80 qm wurden 85 Artikel aus der Produktpalette des Online-Shops präsentiert. Neben Klassikern wie Alpakadecken, hochwertiger Bettwäsche und farbenfrohen Kissen, gab es ausgewählte Produkte für das nahende Weihnachtsfest. Modische Accessoires wie Kaschmirschals und die Urbanara-Kosmetikprodukte rundeten das Sortiment ab. Der Shop stand ganz im Zeichen der Urbanara „Love at First Touch“-Philosophie. Laut Benjamin Esser, CEO von Urbanara, ist ein Pop-up-Shop die optimale Möglichkeit für Kunden, sich von der „Love at First Touch“-Garantie zu überzeugen. Produkte können angesehen, angefasst und mit nach Hause genommen werden. Esser weiter: „Mit dem temporären Store hatten wir die Möglichkeit, unsere Online-Marke noch präsenter zu machen und neue Kunden zu gewinnen.”
  • Urbanara GmbH
  • Sortiment: Urbane, qualitativ hochwertige Heimtextilien und Wohnaccessoires
  • Besonderheit: Transparenz der Produktherkunft, Naturbelassenheit der Materialien und erstklassige Verarbeitung
  • Internet: www.urbanara.de

Bildquelle: LP-Archiv