Geflügelwirtschaft Zentralverband verurteilt Brandanschläge

Der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) verurteilt den Brandanschlag auf den Neubau eines Hähnchenmaststalls im niedersächsischen Schnega im Landkreis Lüchow-Dannenberg. Dort hatten Anfang der Woche Unbekannte an mehreren Stellen Feuer gelegt.

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„Ich bin entsetzt, fassungslos und wütend", reagiert Rainer Wendt, Präsident des Bundesverbandes bäuerlicher Hähnchenerzeuger (BVH) und Vizepräsident des ZDG. Nach Einschätzung der Polizei sei der Brandanschlag politisch motiviert gewesen. „Das hat mit demokratischer Auseinandersetzung nichts mehr zu tun", so Wendt.

Der Brandanschlag von Schnega ist nicht der erste kriminelle Akt gegen deutsche Geflügelhalter: Im Sommer 2010 war ein Stallneubau in Sprötze im Landkreis Harburg in Flammen aufgegangen, im Oktober 2010 und im Juli 2011 wurden Brandanschläge auf Hähnchenmastanlagen im Landkreis Peine verübt. Wendt betont: „Wir produzieren nach Recht und Gesetz ein hochwertiges Lebensmittel – es kann nicht sein, dass wir Landwirte zum Freiwild für Kriminelle werden." Und fügt hinzu: „Es darf nicht hingenommen werden, dass kriminelle Übergriffe als Kavaliersdelikte abgetan werden."

Für Kopfschütteln in der Branche sorgte diese Woche auch ein Online-Spiel von der Tierschutzorganisation Peta, bei dem die Spieler mittels Hühnern den Wiesenhof-Chef Paul-Heinz Wesjohann zukoten.