Inhaltsstoffe bei Nahrungsmittel Wettbewerbsvorteil „ohne“

Hersteller und Handel bereinigen fieberhaft die Rezepturen ihrer Produkte

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Wer auf der Homepage vom Drogeriemarkt DM nach Lebensmittel sucht, die „frei von...“ allem Möglichen sind, wird fündig. Kein Gluten, keine Lactose, kein Hühnereiweiß, kein Soja, keine Saccharose, kein Fett. Wer auf all das verzichten muss, erhält die Information, dass DM vier Sorten Konfitüre und Fruktose als Zucker-Ersatz führt, die diese Stoffe nicht enthalten. Im Vollsortimenter dürften selbstverständlich auch nuss- oder hefefreie Erzeugnisse zu kaufen sein.

Das Ganze ist Ausdruck für eine Entwicklung, die für Hersteller und Handel zu einer Herausforderung wird
Immer mehr Menschen vertragen bestimmte Stoffe in Lebensmitteln nicht: Lactose (Milchzucker), Gluten (Kleber-eiweiß aus Getreide) oder Nüsse sind bekannte Beispiele. Weniger bekannt ist die Soja-Unverträglichkeit , die Auswirkungen sind allerdings ähnlich unangenehm. Fast in Vergessenheit geraten ist dagegen das „China-Restaurant-Syndrom“, ein auf den Geschmacksverstärker Glutamat zurückgehende Lebensmittelvergiftung, die ihren Namen von der häufigen Verwendung in diesen Restaurants bekam. Immer geht es also um Stoffe in Nahrungsmitteln, die für einen Teil der Konsumenten problematisch werden. Einfach weglassen, ist dabei überhaupt nicht einfach. Dabei kämpfen echte Marken und Handelsmarken um die Gunst der Verbraucher. Längst ist „frei von...“ zu einem Wettbewerbsvorteil geworden.