Geomarketing:Grafische Standortanalyse

Geomarketing Grafische Standortanalyse

Unternehmen, die expandieren wollen und Immobilien mieten oder kaufen, gehen ein hohes Risiko ein. Bei der Coop eG helfen Geografische Informationssysteme bei der Entscheidung.

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Die Coop eG, Kiel, stärkt ihr Ladennetz vor allem in den typischen Urlaubsregionen und in Zentren ihres Vertriebsgebiets. Im Geschäftsjahr 2014 sind bereits neun neue Sky-Verbrauchermärkte geplant. Insgesamt betreibt die Genossenschaft rund 200 Märkte, vornehmlich in Norddeutschland. „Unser Ziel ist es, unser Ladennetz in unserem definierten Ausbreitungsgebiet in Norddeutschland zu verdichten . Darüber hinaus werden wir in die Jahre gekommene Märkte modernisieren und die Objektbedingungen optimieren“, sagt Coop-Sprecherin Sabine Pfautsch. Ausschlaggebend für die Suche nach neuen Objekten sei beispielsweise die Verkaufsflächengröße, ebenerdige Stellplätze in ausreichender Zahl, Verkehrsorientierung und Wohngebietsnähe. Aber auch rein fußläufige Standorte in städtischen, hochfrequenten und verdichteten Stadtteillagen. Zu den wichtigsten Daten bei der Standortsuche zählen Kaufkraft und Haushaltsgröße. Die Coop nutzt seit Anfang 2012 eine Geomarketing-Lösung des Unternehmens WIGeoGIS. Nach Aussage des Anbieters sind acht von zehn Standortentscheidungen erfolgreich, bei denen eine Standortanalyse zum Einsatz kommt, die auf Geomarketing mit Geografischen Informationssystemen (GIS) basieren; ohne GIS-Unterstützung nur fünf von zehn. Marco Steenbock, bei Coop in der Abteilung Expansion und Immobilienwirtschaft für Geomarketinganalysen verantwortlich, bestätigt die Vorteile: „Früher mussten wir alle Daten mühsam per Hand zusammentragen. Heute stehen mit dem GIS alle nötigen Daten sofort zur Verfügung.“ Damit könne die Coop ohne lange Wartezeiten die Analysen durchführen. Auch die grafische Übersicht mittels einer Landkarte erleichtere den Suchprozess nach dem richtigen Standort für neue Märkte.

Drei neue Standorte sind bereits eröffnet: der Sky-Verbrauchermarkt in der Gutenbergstraße in Kiel, in Potsdam und in Kappeln. Insgesamt erwirtschaftete das Unternehmen 2013 einen Bruttoumsatz von 1,27 Mrd. Euro, das sind 7 Mio. mehr als im Vorjahr. Dabei legten die Verbrauchermärkte zu (verkaufsbereinigter Zuwachs von 1,8 Prozent), die SB-Warenhäuser büßten 4,4 Prozent ein. Die Bau- und Gartencenter lagen mit 0,6 Prozent im Plus.