Anuga Ein Feuerwerk an neuen Produkten

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Die ganze Welt auf einen Blick – zumindest kulinarisch betrachtet: Das findet man nur auf der Anuga. Ein Überblick.

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Und dann kam er doch, wie nicht anders zu erwarten – der inländische Handel. Für manchen deutschen Aussteller war es offenbar eine gefühlte Ewigkeit, bis ab Messe-Montag auch der deutsche Handel starke Präsenz in den Anuga-Messehallen zeigte. Am Wochenende waren nationale Handelspartner vereinzelt unterwegs, aber auch schon in größerer Dichte die Vertreter ausländischer Handelsunternehmen. Das wurde auf Ausstellerseite positiv vermerkt und untermauerte die weit gehend ausgeglichene Grundstimmung, ebenso den Status der Messe als internationale Drehscheibe der Food-Branche. Entsprechend präsentierten sich viele deutsche Aussteller export-orientiert. Irritiert zeigte sich dagegen mancher durch die neuen Öffnungszeiten der Messe. Wie im Handel polarisierte dieses Thema. Viele Aussteller sahen in der Veränderung keinen Sinn.

Trends
  • Convenience
  • Regionalität, Ursprung und Natürlichkeit
  • Snacks
  • Handwerkliche Anmutung
  • Premium-Konzepte
  • Clean Label
  • Erzeugung ohne Gentechnik
  • Vegetarisch und vegan

6.777 Anbieter aus 98 Ländern sorgten dafür, dass 284.000 qm Bruttoausstellungsfläche komplett belegt waren. Darunter waren 825 deutsche Unternehmen, wobei viele aufgrund eines bis dato stabilen bzw. positiven Geschäftsverlaufs sich zuversichtlich äußerten. Das Thema Kostensteigerungen und daraus resultierende Preisanpassungen war zwar überall latent spürbar, wurde aber nicht unbedingt weiter erörtert. Wahrscheinlich wollte keiner im Vorfeld der Jahresgespräche zu sehr seine Meinung kundtun und erst einmal abwarten bzw. sondieren. Nichts Neues. Das gilt ebenso für die Trendthemen. Sie werden fortgeschrieben, wobei deren Gewichtung und Interpretation von Fall zu Fall sehr unterschiedlich ausfällt.

Regionalität und Ursprung sind heute sehr starke Kaufargumente für den Verbraucher. Wer hier überzeugen kann, zählt zu den Gewinnern im Markt. Marketing-technisch ansprechend umgesetzt haben das offensichtlich „Die Landwirte“. An allen Messe-tagen herrschte dort viel Andrang. Hinter dieser Marke steht die „Bauer-Power“ von 16 Landwirten aus Nord-und Ostdeutschland, die sich zusammengeschlossen haben, um national Frisch-Produkte wie Kartoffeln und Zwiebeln von ihren Anbauflächen im LEH zu vertreiben. Wenn man so will, ein Hofladen anderer Dimension. Geschäftsführer der Landwirte GmbH in Pulitz ist Karl-Georg, früher u. a. bei Darboven, Pickenpack und Bernard Matthews. Das Unternehmen gehört zur international agierenden Agrarunternehmen KTG-Gruppe (u. a. auch Bio-Zentrale, Frenzel Tiefkühlkost). Zudem verfügen die kooperierenden Betriebe über eigene Verarbeitungsstufen wie die Ölmühle Anklam oder die Tiefkühlmanufaktur Ringleben Dadurch werden auch die Warengruppen Tiefkühlkost, Speiseöle und Müsli durch entsprechende Markenangebote abgedeckt.