Interview mit Kathrin Kemper - Rewe:Rewe „Frei von“ in Städten gefragt

Bildquelle: Rewe

Interview mit Kathrin Kemper - Rewe Rewe „Frei von“ in Städten gefragt

Kathrin Kemper, Produktmanagerin Rewe „Frei von“, zur Entwicklung der Eigenmarke.

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Frau Kemper, wie haben sich Nachfrage und Sortiment der Rewe-Eigenmarke „Frei von“ entwickelt?
Kathrin Kemper: Seit der Einführung im April 2012 hat sich das Rewe-Frei-von-Sortiment gut etabliert. Die Produkte werden nicht nur von unseren Kunden sehr gut angenommen, wir erhalten zu ihnen auch überdurchschnittlich viele Kundenrückmeldungen. Das Feedback ist durchweg positiv, zudem bekommen wir viele Anfragen sowie Wünsche zu Sortimentserweiterungen.

Wie viele Produkte umfasst die Linie nun, und wo soll es einmal hingehen?
Wir führen aktuell 33 Artikel, die sich ungefähr hälftig auf die Bereiche gluten- und laktosefrei verteilen. Wir prüfen, wo Bedarf besteht und welche Produktneuheiten gut ins Portfolio passen. Dabei nehmen wir die Anregungen unserer Kunden gerne auf. Neu eingeführt werden in Kürze z. B. ein Hirtensalat sowie ein Natur Joghurt. Bei der Produktentwicklung liegt unser Fokus auf Produkten, die das Sortiment sinnvoll ergänzen und im Geschmack und der Qualität „normalen“ Produkten so nah wie möglich kommen. Eine Herausforderung daran ist, diese dann auch in ausreichender Menge zur Verfügung stellen zu können.

Sind die Produkte in allen Rewe-Märkten voll gelistet?
Jeder Markt hat die Möglichkeit, die Artikel im Sortiment zu führen. Die Zielgruppe der Personen, die unter den verbreiteten Nahrungsmittelunverträglichkeiten leiden, ist ja im Grunde recht klein. In Städten haben wir wesentlich größere Chancen, Menschen dieser Zielgruppe anzutreffen, daher sind diese Produkte in Städten umfangreicher gelistet.

Was unternehmen Sie, um die Eigenmarke bei den Zielgruppen bekannter zu machen?
Zur Einführung haben wir in unseren Rewe-Märkten über eine Sonder-Broschüre über die neue Marke informiert. Über die Internetseite von Rewe bieten wir natürlich alle aktuellen Informationen und eine Liste aller Produkte. Wir versuchen jedoch, über individuelle Maßnahmen noch näher an die Zielgruppen ranzurücken. Gerade die Zöliakie-Betroffenen sind sehr gut vernetzt. Aktuell beziehen wir so etwa Blogger aktiv ein.