Beemster Käserei:Offene Bauweise

Bildquelle: Beemster

Beemster Käserei Offene Bauweise

Die neue Beemster-Käserei fügt sich harmonisch in die Landschaft ein und berücksichtigt alle Aspekte der Nachhaltigkeit.

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Die vier Säulen der Nachhaltigkeit kann mittlerweile fast jeder im Handel nennen. Aber was hat Architektur mit Nachhaltigkeit zu tun? Jede Menge, denn ein Bauwerk steht gefühlte 100 Jahre in der Landschaft. Und kann im schlimmsten Fall die Lebensqualität der Menschen im Umfeld erheblich mindern – man denke nur an die, die Tag für Tag auf den Kühlturm eines Atomkraftwerks blicken müssen. Das genaue Gegenbeispiel liefert die neue Käserei von Cono Kaasmakers in Westbeemster in den Niederlanden. Die Produktionsstätte wurde mitten im Unesco-Weltkulturerbe errichtet, eben mitten auf dem Beemster-Polder. Als Kernwert des Polders gilt die regelmäßige geometrische Gestaltung der Landschaft. Diesen Aspekt greift die Bauweise auf, die Architektur fügt sich in die Landschaft ein. Zudem soll das Gebäude nicht die Sicht auf den Polder versperren, deshalb bleibt die obere Gebäudekante unterhalb der Baumkronen, das Käselager wurde 4 m tief in die Erde gebaut. Wichtig ist Transparenz, dafür sorgt die Fassade mit viel Glas. Die Transparenz setzt sich im Inneren fort, nicht zuletzt bei Führungen mit Blick auf die Gouda-Herstellung.

Das Besondere
  • Im Vergleich zur alten Käserei will man 75 Prozent Wasser und 25 Prozent Energie sparen.
  • Wartungsarme, haltbare Baustoffe, gute Isolierung.
  • Die Käserei hat schon drei wichtige Architekturpreise gewonne