Ausbilder des Jahres 2012 Kreativ-Cups

Ausgefallene Initiativen im Rahmen der Ausbildung, die nicht ins übliche Schema passen? Genau das Richtige für die Kategorie Kreativ-Cups!

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Die Jury sucht einzelne Projekte, bei denen Ausbilder und Azubis etwas Besonderes auf die Beine gestellt haben. In diesem Jahr zeichnet sie zwei junge Preisträger mitsamt ihrem Team aus.

Denkmal gepflegt

Tom Dienewald ist 28 Jahre alt und schon Hausleiter im Kaufland in Döbeln (47 Mitarbeiter). Das SB-Warenhaus in Mittelsachsen steht auf dem Gelände der ehemaligen Tümmler-Werke, die nach der Wiedervereinigung stillgelegt wurden. Dort hat Kaufland 2008 ein Denkmal zu Ehren des Industriepioniers Robert Tümmler errichtet, mit Originalteilen aus dem damaligen Werk.

Aber im Lauf der Zeit spross Unkraut, das Denkmal wurde verschmutzt und war kein schöner Anblick mehr. Im Rahmen einer Nachhaltigkeitswoche entstand deshalb im Kreis der Auszubildenden die Idee, das Denkmal wieder instand zu setzen. Die Azubis haben den Bau und die Außenanlage gesäubert, die Backsteine mit dem Dampfstrahler bearbeitet und Metallelemente mit Rostschutz versehen. Außerdem übernahmen sie die Patenschaft für die weitere Pflege . Dazu wurde in einer Feierstunde eine Urkunde an den Urenkel Andreas Tümmler überreicht. Des Weiteren haben die Azubis einen Baum gepflanzt, den sie durch Spenden finanziert haben. Durch dieses Projekt konnten sie aktiv ihr Umfeld gestalten und zugleich Geschichte erleben. Ein positiver Nebeneffekt: Berichte in den regionalen Medien stärkten das Kaufland-Image.

Der Spendenbaum

John David Neuhaus ist ein äußerst rühriger Bezirksleiter bei der Rewe Nord. Mit seinen 30 Jahren ist er zuständig für zwölf Märkte und damit 25 Azubis. Als er im Jahr 2010 ein Projekt ins Leben rief, ahnte er nicht, dass daraus ein Spendenmarathon entstehen würde.

Begonnen hat alles mit der Aktion: „Gesunde Lebensmittel für alle“. Darin war eine Maßnahme integriert, die hohe Aufmerksamkeit in den Medien erlangte: Die Azubis bauten eine sieben Meter hohe und sechs Meter breite Ananas-Pyramide auf, verkauften die Früchte an einem Tag restlos und spendeten den Gesamterlös von 8.000 Euro an die Kindertafel in Hannover. Vom Erfolg motiviert, sammelten sie weiter. Auf dem Foto sieht man einen Baum mit vielen Äpfeln. Jeder einzelne steht für eine Aktion, die umgesetzt wurde. Wenn das Team um John David Neuhaus karitativ gewirkt hat, wird das Geld nicht einfach überwiesen. Stattdessen fahren die jungen Leute gemeinsam zu dem Betroffenen und halten auch weiter den Kontakt. So können sie sehen, welchen Zweck die Spenden bewirken und dass die Not damit tatsächlich gelindert werden kann. Wie zum Beispiel bei Haktan, einem kleinen Jungen, der an Leukämie erkrankt war und nun einen Knochenmarkspender gefunden hat.