Müller-Brot

Fabrikverkauf liegt auf Eis

Nach dem Verkauf von 148 Müller-Brot-Filialen an Evi Müller und Franz Höflinger wird die Zukunft der insolventen Brotfabrik zur Hängepartie.

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Die neuen Besitzer wollen sie kaufen, aber im Moment gibt es weder Verhandlungen noch einen neuen Termin für die Abnahme durch die Lebensmittelaufsicht. Zunächst einmal müssen Alteigentümer Klaus Ostendorf, die Commerzbank und Insolvenzverwalter Hubert Ampferl die Eigentumsrechte im Detail klären, hieß es aus Unternehmenskreisen.

Ampferls Sprecher Christoph Moeller sagte, der Insolvenzverwalter bemühe sich, möglichst bald mit Ostendorf über die zentrale Backstraße 25 und die EDV-Anlage zu sprechen. Dieses Problem müsse als erstes geklärt werden.

Ostendorfs Sprecher Thomas Wiede sagte der dpa: „Mit uns verhandelt derzeit niemand." Ostendorfs Firma Backwelt habe die Linie 25 für annähernd 20.000 Euro im Monat an Müller-Brot vermietet. Auch wenn Evi Müller über die Presse erklärt habe, dass sie nicht mit Ostendorf sprechen wolle, sei Ostendorf offen für Gespräche in alle Richtungen.

Der Sprecher von Müller und Höflinger, Torsten Fricke, sagte, das vor Ostern übernommene Filialnetz werde weiterhin von anderen Münchner Bäckereien beliefert, aber die neuen Eigentümer wollten eine eigene Produktion. Zunächst müsse jedoch geklärt werden, ob die seit Januar wegen Hygienemängeln stillgelegte Müller-Brot-Fabrik in Neufahrn als Ganzes zu kaufen sei.