Der Nürnberger Gebäckhersteller Wicklein hat den Karlsbader-Oblaten-Produzenten Wetzel übernommen. Der Kauf wurde zum 1. Juni wirksam, wie Wicklein jetzt mitteilte. Das Unternehmen will damit den Standort Dillingen mit rund 50 Arbeitsplätzen langfristig sichern. Wetzel bleibt als eigenständiges Unternehmen mit eigener Backstube in Dillingen bestehen.
Wicklein strebt in bundesweiten Lebensmittelhandel
Wicklein erweitert mit der Übernahme sein Angebot an Ganzjahresprodukten. „Mit den berühmten Karlsbader Oblaten von Wetzel verbreitern wir das Wicklein-Sortiment um ein etabliertes und erfolgreiches Produkt, das perfekt in unser Portfolio passt“, sagte Wicklein-Geschäftsführer Jürgen Brandstetter. Wetzel profitiere umgekehrt von der Erfahrung und dem Know-how von Wicklein bei Marketing und Vertrieb.
Künftig soll Wetzel über das Netzwerk von Wicklein im bundesweiten Lebensmitteleinzelhandel vertreten sein. Das Vertriebsteam von Wicklein unter Leitung von Stefan Roßkopf will die neue strategische Positionierung der Marke in den kommenden Wochen den Handelspartnern vorstellen.
Weihnachtsgebäck-Marktführer in Süddeutschland
Die bisherige Eigentümerfamilie von Wetzel begrüßte den Verkauf. „Wir sind froh, einen solch starken Käufer gefunden zu haben, der unsere Mitarbeiter in eine sichere und erfolgreiche Zukunft führen wird“, äußerte die Wetzel-Geschäftsführerin Karolina Ernst.
Wicklein wurde 1615 gegründet und produziert original Nürnberger Lebkuchen. Nach eigenen Angaben ist das Unternehmen im Segment Weihnachtsgebäck Marktführer in Süddeutschland und exportiert seine Produkte auch in die USA und nach Asien. Wetzel hat seinen Ursprung im tschechischen Bäderdreieck und ist den Angaben zufolge der einzige Hersteller von Karlsbader Oblaten in Deutschland. Das Werk in Dillingen besteht seit 1948.