Logistik-Investition Henkel bündelt fünf Konsumgüterlager an seinem Stammsitz

Henkel hat in Düsseldorf ein neues Hochregallager für 45 Millionen Euro eröffnet und fasst damit fünf Standorte zusammen. Händler sollen künftig das gesamte Konsumgüter-Sortiment mit einer einzigen Bestellung ordern können. Das Lager ist per Gleisanschluss direkt mit einem Produktionswerk in Bayern verbunden.

Dienstag, 09. Juni 2026, 09:17 Uhr
Theresa Kalmer
Das neue Hochregallager von Henkel am Standort Düsseldorf erweitert die Kapazitäten des Logistikzentrums auf mehr als 200.000 Palettenplätze und bündelt künftig fünf bisher verteilte Lagerstandorte. Bildquelle: Henkel

Der Konsumgüter- und Klebstoffkonzern Henkel hat an seinem Stammsitz in Düsseldorf ein erweitertes Hochregallager für Konsumgüterprodukte in Betrieb genommen. Das Unternehmen investierte nach eigenen Angaben 45 Millionen Euro in den Neubau, der nach einer zweijährigen Planungs- und Bauphase fertiggestellt wurde.

Das neue Lager schließt an ein bereits 2014 eröffnetes, vollautomatisiertes Hochregallager an. Zusammen verfügt das Logistikzentrum laut der Mitteilung über eine Kapazität von mehr als 200.000 Paletten auf einer Grundfläche von 24.000 Quadratmetern. Henkel bezeichnet es als sein größtes Konsumgüterlager in Europa. Mit der Erweiterung bündelt der Konzern fünf bislang in Deutschland und der Benelux-Region verteilte Lagerstandorte am Firmensitz. Hintergrund ist die Zusammenführung der Konsumgütergeschäfte in den Unternehmensbereich Henkel Consumer Brands.

Für den Lebensmittelhandel dürfte vor allem die angekündigte Vereinfachung der Belieferung relevant sein. Henkel-Vorstand Wolfgang König erklärte in der Mitteilung: „Unsere Kunden in Deutschland und Benelux können künftig Produkte aus dem gesamten Konsumgüter-Portfolio mit nur einem Auftrag, einer Lieferung und einer Rechnung beziehen.“ Das Logistikzentrum soll Transportwege verkürzen und die Lieferketten vereinfachen.

Knobel verweist auf 100 Millionen Euro Investitionen pro Jahr in Düsseldorf

Konzernchef Carsten Knobel verwies darauf, dass Henkel im Durchschnitt rund 100 Millionen Euro pro Jahr in den Standort Düsseldorf investiere. „Das hochmoderne neue Lager, in das wir 45 Millionen Euro investiert haben, ist ein wichtiger Schritt für effizientere Logistikstrukturen in unserem Konsumentengeschäft“, sagte Knobel laut der Mitteilung. Das neue Logistikzentrum verfügt den Angaben zufolge über einen direkten Gleisanschluss, über den Waren per Bahn vom Produktionsstandort Wassertrüdingen in Bayern nach Düsseldorf transportiert werden. In Wassertrüdingen produziert Henkel Haarprodukte für den deutschen und einen Teil des europäischen Marktes.

Henkel erzielte im Geschäftsjahr 2025 nach eigenen Angaben einen Umsatz von rund 20,5 Milliarden Euro und ein bereinigtes betriebliches Ergebnis von rund 3,0 Milliarden Euro. Der 1876 gegründete Konzern beschäftigt weltweit rund 47.000 Mitarbeiter und ist im Dax notiert.

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