Rechtsstreit DM und Alnatura beharken sich weiter

Die Drogeriekette und der Bio-Hersteller streiten sich vor Gericht um Markenrechte und Vertriebspartner. Im Zivilprozess soll die Entscheidung im Dezember fallen.

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Neue Runde im Rosenkrieg zwischen den einst befreundeten Handelsunternehmen dm und Alnatura: Das Landgericht Darmstadt verhandelt im Zivilprozess zwischen den Kontrahenten. In dem Verfahren geht es um einen Kooperationsvertrag zwischen der Drogeriemarktkette und dem Bio-Hersteller aus den 1980er-Jahren. Dm hat die Zusammenarbeit gelockert und viele Alnatura-Produkte zugunsten einer eigenen Bio-Linie ausgelistet. Nach Angaben von Alnatura soll bis Jahresende fast das gesamte Angebot aus den dm-Regalen verschwunden sein. Alnatura fühlt sich deshalb nicht mehr an den Vertrag gebunden. Dm besteht auf der Einhaltung und hat Alnatura verklagt. Der Vertrag sichert dm u. a. Mitspracherechte bei der Auswahl neuer Vertriebspartner zu. Eine Entscheidung soll am 9. Dezember verkündet werden.

Im Klinsch

Alnatura-Chef Götz Rehn und sein Schwager, dm-Gründer Götz Werner, streiten vor Gericht u. a. um die Rechte an der Marke Alnatura.

Parallel zum Darmstädter Prozess streiten sich die verschwägerten Firmenchefs in einem anderen Verfahren um die Rechte an der Marke Alnatura. Dm-Gründer Götz Werner reklamiert diese für sich. Er argumentiert, dass Alnatura erst durch dm erfolgreich geworden sei. Das Landgericht Frankfurt hat die Klage in erster Instanz abgelehnt, die Berufung vor dem Oberlandesgericht soll im Februar 2017 verhandelt werden.