Regionalität:Siegel in Planung

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Regionalität Siegel in Planung

Vertreter von Regionalinitiativen aus der Biobranche, Verwaltungsbehörden, Consulting-Agenturen sowie aus Handel, Landwirtschaft und Handwerk haben die Einführung eines Siegels mit einer Art „Regional-TÜV" beschlossen.

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Im Rahmen des ersten bundesweiten Treffens der Regionalvermarktungsinitiativen lag der Fokus auf der Erarbeitung von Strategien zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit von Regionalvermarktungsinitiativen in Deutschland. Nicole Weik vom Bundesverband der Regionalbewegung bemängelte, dass von staatlicher Seite nicht definiert sei, was unter einem Regionalprodukt zu verstehen ist: „Viele Industrieerzeugnisse großer Hersteller werden als Produkte aus der Region angepriesen und suggerieren dem Verbraucher Heimatverbundenheit und Sicherheit, obwohl es sich nicht selten um weitgereiste Waren zum Teil sogar aus außereuropäischer Erzeugung handelt."

Ohne rechtliche Rahmenbedingungen ziehe dies die Verunsicherung der Verbraucher und den Verlust der Glaubwürdigkeit nach sich. Ein wichtiges Instrument zum Schutz regionaler Strukturen stelle ein Regionalsiegel mit festen Richtlinien und Kriterien dar, so das Fazit der Veranstaltung. Ein solches Siegel solle die Glaubwürdigkeit ehrlich regional wirtschaftender Vermarktungsinitiativen durch die Vergabe einer Art „Regional-TÜVs" bestätigen und keine Dachmarke darstellen oder bestehende Ländersiegel ersetzen, erläuterte der Vorsitzende des Bundesverbandes der Regionalbewegung, Heiner Sindel. Beschlossen wurde die Gründung eines „Arbeitskreises Regionalsiegel". In diesem werden Fachleute aus Wissenschaft, Landwirtschaft, Vermarktung und Handel die weiteren Maßnahmen und Kriterien zur Einführung eines Regionalsiegels für Vermarktungsinitiativen erarbeiten.