Hygiene in der Gastronomie:Immer Lächeln bietet keinen Schutz

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Hygiene in der Gastronomie Immer Lächeln bietet keinen Schutz

Bald wird in der deutschen Hauptstadt gelächelt, was das Zeug hält. Wer will schon ein trauriges Gesicht an seiner Ladentür hängen haben? Sinnvoll ist diese Augenwischerei nicht.

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Das Smiley dürfte der Gastrobranche respektive dem LEH eine Menge Verdruss bringen und dem Verbraucher herzlich wenig helfen. Hygiene ist sowieso oberstes Prinzip und wird in aller Regel eingehalten. Der Handel hat über Jahre hinweg effektive Systeme entwickelt und implementiert. Ganze Branchen unter Generalverdacht zu stellen, hilft nicht weiter. Das kompliziert nur den Verwaltungsaufwand und wiegt die Verbraucher in falscher Sicherheit. Ein Smiley schützt nicht vor Gammelfleisch oder Salmonellen. Die Ware kann auch verdorben angeliefert werden, etwa wenn die Kühlkette unbemerkt unterbrochen wurde. Etwas Eigenverantwortung darf man den Konsumenten durchaus zutrauen. Der wird schon erkennen können, ob der Supermarkt seines Vertrauens dessen auch würdig ist. Wer wissentlich verdorbene Lebensmittel verkauft, begeht eine Straftat (kommt leider auch vor). Dann greift der Staat sowieso ein und es ist egal, ob ein lachendes Smiley an der Tür klebt.