25. Deutscher Fleischkongress:Appell an Gemeinsamkeit

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25. Deutscher Fleischkongress Appell an Gemeinsamkeit

Zur Eröffnung des 25. Deutschen Fleischkongresses in Bonn appellierte Guido Siebenmorgen (Foto) an die Branche: „Sie brauchen für die Themen der Zukunft eine einheitliche Sprachregelung.“

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Zu Beginn des 25. Deutschen Fleischkongresses der Lebensmittel Praxis in Bonn gab Guido Siebenmorgen, Senior Berater für Nachhaltigkeit in Beschaffung und Produktion bei der Rewe Group und langjähriger Akteur und Begleiter der Branche, Rückblick und Ausblick auf aktuelle Entwicklungen der Fleischbranche. Die BSE-Krise im Jahr 2000 etwa habe ihn in der Rewe-Zentrale in Köln „erwischt“. „Es hat mich nachhaltig überrascht, wie wenig die Branche dazu zu sagen hatte“, erinnert sich Siebenmorgen. Dieser Krise kann er aber auch etwas Gutes abgewinnen: Sie sei der Auslöser gewesen, die gemeinsame QS GmbH zu gründen. Lebensmittelsicherheit gehöre heute glücklicherweise zu den Themen, die von der Branche jenseits allen Wettbewerbs gemeinsam bearbeitet würden.

Dies wünscht er sich auch für die Themen der Zukunft wie etwa Tierwohl oder Sozialstandards in der Produktion. „Ich empfehle Ihnen dringend, dass Sie sich mit diesen Themen auseinandersetzen." Der Kunde handele oft anders, als Produzenten und Handel erwarten. Die Branche habe die Aufgabe, Themen zu besetzen, die die Kunden im Fokus haben. Beim Tierwohl sieht er den Handel in der Pflicht: „Ich fürchte, wenn der Handel keine langfristige Zielsetzung formuliert, ist die Gefahr groß, dass die Initiative zusammenbricht.“ Die Fleischwirtschaft spiele hier bisher eine untergeordnete Rolle, müsse sich aber, wenn sie ihr hohes Produktionsniveau halten wolle, klar positionieren.