Ernährungsindustrie auf der Anklagebank:Lebensmittel am Pranger

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Ernährungsindustrie auf der Anklagebank Lebensmittel am Pranger

Angriffe gegen Ernährungsbranche - Politik und Medien laufen sich warm

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Ernährung ist wichtig. Nicht erst seit gestern. Deshalb haben das Thema auch die Verbrauchermedien immer mehr im Fokus. Und es ernährt eine ganze Branche echter oder selbst ernannter Verbraucherschützer. Prima, denn der normale Verbraucher weiß zu wenig über Fette, Kohlenhydrate, Eiweiße & Co.

Die Ernährungsindustrie allerdings gerät dabei auf die Anklagebank. Die immer gleichen „Experten" - von Aigner über Bode bis Mälzer - fordern in Beträgen, Diskussionsrunden und Gesprächen natürliche, ursprüngliche Lebensmittel möglichst aus der Region und am besten Bio. Der Gegner ist die Ernährungsindustrie, die die Menschen stets täuscht, wenn nicht gar vergiftet. Sie ist schuld an Übergewicht, Diabetes und Allergien und schadet mit Konservierungsstoffen, E-Nummern, Glutamat, Formschinken, Kunst-Käse, Massenproduktion.

Natürlich finden sich in der Ernährungsindustrie nicht nur gottes- und gesetzesfürchtige Manager, die Gesundheit vor Gewinn stellen. Auch ist nicht jeder Zusatzstoff, jedes Verfahren, jeder Werbespruch in Ordnung. Aber eine bundesweite Versorgung mit Bio-Lebensmitteln aus der Region, frisch aber schnell verderblich, in aller Vielfalt und Menge zu Billigstpreisen ist zumindest sehr, sehr schwierig. Und dass die allgemeine Lebensmittelqualität gestiegen ist, darf man zur Kenntnis nehmen. Dass manche Erzeugnisse denen das Leben erleichtern, die nicht kochen können, muss keiner gut finden, ist aber Fakt.

Von oberflächlichen Medien und ebensolcher Politik wurde hier mal wieder ein Thema entdeckt, mit dem Engagement und guter Wille ohne wirkliche Anstrengung und Konsequenz zeigbar sind. Auch Bundesministerin Aigners lebensmittelcheck.de wird eher Pranger denn echte Aufklärung.