Ritter Sport Sieg über Stiftung Warentest

Der Schokoladenwaren-Hersteller Ritter Sport hat sich im Streit um die Zutaten einer Nussschokolade gegen die Stiftung Warentest durchgesetzt. Das Landgericht München entschied am Montag, dass eine einstweilige Verfügung gegen die Stiftung Warentest Bestand hat. Von einem fairen Warentest könne in diesem Fall nicht gesprochen werden.

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Die Stiftung Warentest kündigte umgehend Berufung gegen die Entscheidung an. Bei Ritter Sport sorgte das Urteil für Erleichterung. „Die Entscheidung des Landgerichts hat wie erhofft für Verbrauchersicherheit gesorgt, die in den vergangenen Wochen durch das Vorgehen der Stiftung Warentest erheblich beeinträchtigt war", sagte Inhaber Alfred Ritter im baden-württembergischen Waldenbuch.

ollten die Tester erneut behaupten, dass die Voll-Nuss-Schokolade von Ritter Sport ein chemisch hergestelltes Vanillearoma enthalte, droht ein Ordnungsgeld von 250.000 Euro.

Zum Hintergrund: Im Test von Vollmilch-Nuss-Schokoladen wurde die Bezeichnung „natürliches Aroma" in der Schokolade von Ritter Sport als irreführend herausgestellt, weil der Aromastoff Piperonal enthalten sei. Dieser werde chemisch hergestellt. Im Gesamturteil gaben die Tester der Schokolade deshalb die Note mangelhaft. Das Gericht entschied aber, die Tester hätten die Behauptung nicht nachgewiesen und dennoch von einer Irreführung der Verbraucher und „mangelnder Verkehrsfähigkeit" der Schokolade gesprochen.

Ritter Sport hatte die Vorwürfe der Stiftung Warentest zurückgewiesen und vor Gericht eine einstweilige Verfügung gegen die Behauptung erwirkt. Daraufhin musste die Stiftung Warentest die strittigen Passagen ihres Berichts zwar entfernen, zog aber ebenfalls vor Gericht und legte beim Landgericht München Einspruch gegen die einstweilige Verfügung ein. Mit diesem ist sie nun gescheitert. Ritter Sport hatte dem Gericht versichert, dass das verwendete Aroma natürlichen Ursprungs sei und sich dabei auf eine Garantieerklärung des Aromenherstellers Symrise berufen.