Stiftung Warentest / Ritter Sport Behörden schalten sich ein

In den Streit um Aromastoffe zwischen der Stiftung Warentest sowie Schokoladenhersteller Ritter Sport und dem Aromenhersteller Symrise haben sich jetzt die Behörden eingeschaltet. Die Lebensmittelüberwachung des Landkreises Holzminden hat am Montag bei Symrise Proben des umstrittenen Aromas Piperonal genommen. Grund sei ein Amtshilfeersuchen des Landkreises Böblingen, sagte eine Sprecherin.

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Darüber hatten der SWR und „Handelsblatt Online" berichtet. In Waldenbuch (Kreis Böblingen) hat Ritter Sport seinen Sitz. Die Probe werde in einem spezialisierten Institut untersucht. Noch ungewiss ist, wann das Ergebnis vorliegen wird.

Symrise begrüße es, „dass sich eine amtliche Stelle eingeschaltet hat. Wir hoffen, dass es endlich zu einer Klärung kommt", sagte eine Sprecherin.

Ritter Sport und Symrise wehren sich gegen Vorwürfe der Stiftung Warentest, wonach ein an den Schokohersteller geliefertes Aroma chemisch hergestellt wurde. Vor Gericht gab Symrise eine eidesstattliche Versicherung ab, dass das Aroma natürlichen Ursprungs sei. Dabei legte das Unternehmen auch das Herstellverfahren offen.