BVE:Ernährungsindustrie zählt auf Export

BVE Ernährungsindustrie zählt auf Export

Die Exportleiter der Ernährungsindustrie gehen davon aus, dass sich das Auslandsgeschäft vor allem durch einen Zuwachs in den Märkten außerhalb der Europäischen Union in Zukunft positiv entwickeln wird. 2011 werde das Auslandsgeschäft der Wachstumstreiber der Branche sein, sagt Jürgen Abraham (Foto), Vorsitzender der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE).

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Dies zeigen die aktuellen Ergebnisse des Exportbarometers der deutschen Ernährungsindustrie, das die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) bereits zum dritten Mal im Auftrag der BVE erstellt hat.

Die aktuelle Geschäftslage auf den Auslandsmärkten wird derzeit zwar von den Unternehmen etwas weniger positiv eingeschätzt als vor einem halben Jahr. Insbesondere die Exporte in die EU-Länder haben sich weniger dynamisch entwickelt als erwartet. Deutlich verbessert haben sich die Erwartungen aber für das Exportgeschäft in den kommenden sechs Monaten – der Index der Geschäftserwartungen stieg um 26 Prozent.

In der deutschen Ernährungsindustrie gebe es zurzeit zwei Risiken, auf die sich die Unternehmen einstellen müssten: steigende Energie- und Rohstoffkosten und zunehmende Konkurrenz durch ausländische Mitbewerber in den Exportmärkten. „Beides könnte sich negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit auswirken", sagt Gerd Bovensiepen, Partner und Leiter des Competence Center Retail & Consumer bei PwC. Für das Exportbarometer wurden vom 27. April bis 18. Mai 2011 401 Geschäftsführer und Exportleiter befragt.